Chronik
Die Geschichte des ISTAF Berlin
Am 3. Juli 1921 fand im Grunewaldstadion vor 20.000 Zuschauern erstmalig ein Stadionfest statt, als Veranstalter fanden sich damals die Berliner Sportvereine BSC, SCC und der Schwimm Club Poseidon zusammen. Das ISTAF wurde am 23. März 1937 geboren, als der Berliner Sport-Club (BSC), der Deutsche Sport-Club (DSC, später OSC) und der Sport-Club Charlottenburg (SCC) beschlossen, künftig internationale Sportfeste unter der Bezeichnung Internationales Stadionfest gemeinsam zu veranstalten. Am 1. August 1937 begann dann mit dem Schwung der vorangegangenen Olympischen Spiele von Berlin die Neuzeit des ISTAF mit zwei Welt- und einem Europarekord vor 85.000 Zuschauern.

Tonique Williams-Darling und Christian Olsson mit "ihrem" Jackpot beim ISTAF 2004

Den 70. Geburtstag des ISTAF feierten auch viele ehemalige Athleten, 2007
Seit dem gab es über 60 weitere Internationale Stadtfeste, von denen einige in der Deutschlandhalle stattfanden. Das ISTAF wurde praktisch in jedem Jahr durchgeführt. Ausfälle gab es kriegs- bzw. nachkriegsbedingt 1940 sowie 1943-1948. Später, nach dem Wiederbeginn, fiel das ISTAF nur 1950 und 1951 sowie, ausgelöst durch den Überfall auf die Israelis in München, zuletzt 1972 und 1973 aus.
Danach hat sich das ISTAF trotz ständig stärker werdender Konkurrenz in der Spitzengruppe der weltbesten Meetings etabliert.

Maurice Green dankt den Zuschauern im Stadion für ihre Unterstützung, ISTAF 2003

Dwight Thomas in Siegerpose beim ISTAF 2005

Heike Drechsler bei einem der letzten offiziellen Sprünge ihrer Karriere, 2004
Seit der Einführung des IAAF Grand Prix 1985 können Athleten beim ISTAF Qualifikationspunkte für den Grand Prix erzielen; 1988 war das ISTAF sogar Austragungsort des IAAF Mobil Grand Prix Finales. Mit dem ehemaligen Partner UFA (1990-1997) spielte das ISTAF auch bei der Einführung und der Etablierung der Golden Four-Serie von 1993 bis 1997 eine entscheidende Rolle. Berlin war viermal Austragungsort des GOLDEN Four Finales. Zwischen 1998 und 2002 war das ISTAF die Finalstation der vom Weltverband IAAF neu eingeführten IAAF Golden League, dem Zusammenschluss der sechs besten Meetings der Welt.

Isabellah Ochichi führt die 5000m zu Weltklassezeiten, 2004

Sanya Richards nach dem Zieleinlauf zum Jackpotgewinn, 2007

Der Hauptgewinn: 1 Million US$
Aufgrund von umfangreichen Sanierungsarbeiten im Olympiastadion, dem traditionellen Austragungsort der Veranstaltung, fand das ISTAF in den Jahren 2002 und 2003 im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark statt. Nach Abschluss der Bauarbeiten 2004 kann das ISTAF als krönendes Finale der Golden League auf der neuen blauen Bahn grandiose Erfolge feiern.
2007 zum vorerst letzten Mal als Finalstation der Golden League ausgetragen, erreicht das Stadionfest mit 70.253 Zuschauern einen neuen Rekord und beweist eindrucksvoll, eine der besten Leichtathletikveranstaltungen weltweit zu sein.
Die Vorfreude der Fans auf die 12. IAAF-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin spiegelte sich auch in den Jahren 2008 und 2009 in den Besucherzahlen wider. 2008 kamen 67.164, ein Jahr später 63.896 Zuschauer ins Olympiastadion. Sie sahen das letzte IAAF Golden League Meeting in Berlin. Seit 2010 heißt die höchste Meetingkategorie der IAAF Diamond League.

















