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Carsten SCHLANGEN (GER)
Als Lokalmatador hatte ich es heute sehr schwer. Ich hatte mir das ein bisschen anders vorgestellt. Es war fast eine Belastung. Das Publikum soll ruhig feiern. Aber heute konnte ich das irgendwie nicht haben. Die Saison ist mittlerweile sehr lange, da wurde es schon nach 400 Metern schwer. Es ist zwar eine Saisonbestzeit herausgekommen, aber meine Ansprüche sind anders. Sie liegen bei 3:33 Minuten. Aber die Diplom-Arbeit hängt mir noch im Nacken, das ist alles nicht einfach. Nach der EM sind die Medienanfragen gestiegen, klar.
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Ariane FRIEDRICH (GER)
Ich bin froh, dass ich heute gewonnen habe. Die zwei Meter wären gefallen, wenn mich die 100 Meter der Frauen nicht abgelenkt hätten. Das hat mich richtig böse gemacht. Denn ich war schon sprungbereit, als sie die Anlage plötzlich dicht gemacht haben. Und böse zu springen ist nicht gut. Mir fehlt aber dennoch über die gesamte Saison die Konstanz, die technische Sicherheit ist nicht da. Ich wäre ungern Zweite oder Dritte geworden. Es ist einfach sehr, sehr geil hier. Dass es weniger Zuschauer als bei der EM waren, macht nichts. Nach der EM hatte ich wieder Rückenprobleme, ich war auch in Behandlung deswegen. Diese Saison möchte ich noch 2,03 Meter springen, das wäre Jahresbestleistung.
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Christian REIF (GER)
Ich bin heute sehr schwer in den Wettkampf gekommen. Ich hatte nach Zürich am Donnerstag sehr schwere Beine, außerdem hat mich die Europameisterschaft auch emotional sehr viel Kraft gekostet. Ich kann mich nicht auf alle Versuche konzentrieren, nur auf die wichtigen. Und das war der sechste Durchgang. Ich sammele die Orte, an denen ich acht Meter gesprungen bin. Und da musste Berlin unbedingt dazu, auch weil meine Freundin hier herkommt. Eigentlich bin ich bei einem Weitsprung-Wettkampf kein Krimi-Freund. Aber es kann ruhig nervenaufreibend sein - wenn ich gewinne.
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Tariku BEKELE (ETH)
Vor dem Rennen habe ich mit Bernard Lagat darüber gesprochen wie ich ihm mit dem Tempo helfen könnte, um den US Rekord zu brechen. Das Wetter hier ist heiß und trocken und die Trockenheit hat mir in den ersten zwei Runden Schwierigkeiten bereitet. Danach war ich im Lauf drin und fühlte mich immer besser. Während der letzten beiden Runden wusste ich, dass ich die Führung übernehmen konnte. Nach dem Rennen habe ich gemerkt, dass ich gut in Form bin. Ich wollte unter 7:30 laufen, was auf dieser Bahn nicht einfach ist. In diesem Stadion hat man das Gefühl, dass die Masse der Zuschauer einem den Sauerstoff rauben. Mein nächster Wettkampf wird der Continental Cup in Split sein.
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Robert HARTING (GER)
Zoltan Kovango ist in der Weltrangliste vor mir, er kann immer gewinnen. Es wäre gefährlich, ihn zu unterschätzen und zu locker in den Wettkampf reinzugehen. Es ist das erste Mal, dass ich hier beim Istaf gewinne und es ist großartig. Es war ein langer Wettkampf mit vielen Unterbrechungen. Wenn ich müde werde, bin ich nicht mehr aggressiv genug, um gut zu werfen. Aber das Publikum war wirklich toll. Das Anfeuern hat mich wieder aufgeweckt und aggressiv gemacht - und so konnte ich diesen guten sechsten Wurf machen. Meine nächsten Wettkämpfe sind das DKB Duell und der Continental Cup in Split.
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Giuseppe gibILISCO (ITA)
Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, heute zu gewinnen. I wäre gerne höher gesprungen, doch leider war der wind stark, ein starker Gegenwind. Das ist der erste Wettkampf, den ich in diesem Jahr gewonnen habe - Ich bin sehr froh darüber. Meine nächsten Meetings finden in Brüssel, Budapest und Chiari statt. Danach gehe ich in den Urlaub nach Sizilien, um meine Mutter zu besuchen. I bin erleichtert, dass ich mich von meinen Verletzungen erholt habe und ich möchte mich bei meinem Verband bedanken, dass sie mich so unterstützt und so geholfen haben. Ich bin wieder da!
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David Lekuta RUDISHA (KEN)
Ich hatte letztes Jahr in Berlin kein Glück. Das Wetter war nicht besonders gut und ich habe es nicht bis ins Finale geschafft. Deshalb wollte ich vorm Wettkampf nicht zu viel zum Weltrekord sagen. Heute wusste ich aber, dass es mein Tag werden würde. Ich habe hart trainiert und das Wetter war gut. Ich habe dem Tempomacher gesagt, er solle die erste Runde unter 49 Sekunden laufen. Er hat seine Arbeit gut gemacht. Bei den letzten 200 Metern musste ich mich sehr anstrengen. Aber ich habe zur Uhr geschaut. 1:41:09 war das Ergebnis, fantastisch. I bin sehr glücklich darüber, der schnellste 800 Meter Läufer der Welt zu sein. Die Menge war großartig.
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Verena SAILER (GER)
Das war ein gutes Rennen. Ich konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte. Und das war, besser zu starten als zuletzt. Dritte in diesem klasse Feld zu werden, ist absolut top. Ich konnte meine Leistung der letzten Wettkämpfe bestätigen, das war wichtig. Nun stehen noch Split, der Decanation und Elstal an.
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Ryan wilson (USA)
Ich erwarte nicht, dass ich gewinne. Ich respektiere meine Konkurrenten, demnach kann ich kein einfaches Rennen erwarten. Ich wusste aber: Wenn ich das umsetze, wo ich meine Fähigkeiten sehe, kann ich gewinnen. Ich hatte nicht den besten Start und ich hatte Probleme mit den ersten zwei bis drei Hürden. In der Mitte und am Ende des Laufes war ich jedoch stark. Andy Turner erschwerte das Rennen für mich. Ich liebe dieses Meeting hier in Berlin. Davor war ich Zweiter und Dritter, das war jetzt mein erster Sieg der der ISTAF.
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Nesta CARTER (JAM)
Ich habe einfach nur ein gutes Rennen erwartet. Ich gehe immer zu einem Wettkampf mit der Erwartung zu gewinnen. Für die folgenden Rennen hoffe ich, meine Zeit verbessern zu können. Mein nächster Wettkampf wird in Rieti sein. An den Commonwealth Games werde ich nicht teilnehmen. Da ich nicht bei den Jamaikanischen Meisterschaften mitgelaufen bin, werde ich nicht im Team sein. Ich weiss nicht, wer für das Jamaikanische Team in Neu Delhi an den Start geht.
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Sherone SIMPSON (JAM)
Ich freue mich sehr, dass ich heute hier gewonnen habe. Mein Start war gut, ich war vorne und konnte mein Rennen laufen. Es war wichtig, zu gewinnen - die Zeit war nicht so wichtig. Ich habe nicht viel trainiert in dieser Woche, um heute in guter Form zu sein. Jetzt will ich die Saison gesund beenden. Ich freue mich auf die WM im nächsten Jahr. Vielleicht mache ich noch ein Rennen in Rieti nächste Woche.
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Debbie DUNN (USA)
Ich habe damit gerechnet, dass ich heute gewinne, definitiv. Ich bin hierher gekommen, um zu gewinnen und das habe ich auch getan. Nach dem Start wollte ich raus und das Rennen kontrollieren und das ist auch so passiert. Ich wollte unter 50 Sekunden laufen, es war jedoch eine lange Saison und ich fühle mich etwas ausgelaugt. Der Sieg ist wichtiger als die Zeit. Mein nächster Lauf wird am ersten September in Zagreb sein. Ja, ich habe auch Rudishas Weltrekord verfolgt, es hat mich aber nicht abgelenkt, nein, es hat mich eher noch mehr für meinen eigenen Lauf motiviert.
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Caster SEMENYA (RSA)
Es ist toll, wieder in Berlin zu sein. Ich habe nicht daran gedacht, was seit dem Gewinn meiner Goldmedaille passiert ist; ich habe mich nur auf das Rennen und auf meine Zeit konzentriert. Mein Ziel war es, unter zwei Minuten zu laufen - und das habe ich geschafft. Als ich in Führung war und auf die Zielgerade kam, waren sofort die Erinnerungen an das Finale von 2009 wieder da. Nach dem Training war ich ein wenig enttäuscht von meinen Wettkampfergebnissen, aber jetzt bin ich glücklich, weil ich den Fortschritt sehen kann. Mein nächster Start wird am 27. August in Brüssel sein - und ich freue mich auf die Commonwealth Games.
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Jermaine GONZALES (JAM)
Ich habe heute ein gutes Rennen gemacht. Ich musste mich vielleicht auf der Zielgeraden etwas mehr anstrengen. Ich wollte einfach nur den Wettlauf gewinnen, das war mein Ziel und meine Motivation für den heutigen Tag. Die Zeit ist irrelevant. Ich laufe seit Mai, also war das mein letzter Wettkampf für dieses Jahr.
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Priscilla LOPES-SCHLIEP (CAN)
Ich bin froh über meine Zeit, die zweite Hälfte der Saison läuft sehr gut. Die Atmosphäre hier in Berlin ist toll, wirklich großartig. Ich bin vom Start gut weggekommen und konnte Carolin Nytra dicht bei mir spüren. Mein letzter Wettkampf wird in Brüssel sein.
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Carolin NYTRA (GER)
Noch einmal beim Istaf zulaufen, quasi zuhause, das hat mich motiviert. Es war sehr schön heute, ähnlich wie bei der WM 2009, heute war sogar noch mehr Stimmung, wohl weil es nur ein Tag ist. Mit meinem 12,69s von Zürich wäre ich heute sogar Zweite geworden. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich habe mich nochmals mit der Weltklasse gemessen und bin sehr zufrieden. Es wäre wohl noch mehr drin gewesen, aber ich bin hinten mit meiner hohen Geschwindigkeit nicht zurecht gekommen. Was ich aus 2010 mitnehme? Dass ich mir nicht zuviel Gedanken über grosse Namen machen sollte.
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Christina OBERGFÖLL (GER)
67,5 Meter zum jetzigen Zeitpunkt waren sehr wichtig. Ich wollte nach der EM der Weltspitze zeigen, dass ich noch da bin. Und das ist mir mit dem Sieg in Zürich und heute wunderbar gelungen. Das waren zwei sensationelle Wettkämpfe. Heute habe ich Geburtstag, aber es fühlt sich an wie Ostern und Weihnachten noch dazu. Die letzten drei Nächte habe ich kaum geschlafen. Gestern hat eine Freundin von mir in Offenburg geheiratet, und wir sind quasi von der Hochzeit direkt zum Flugzeug. Um 4 Uhr sind wir zuhause losgefahren. Ich habe aber dennoch dran geglaubt, dass ich heute gut werfe. Es bleibt der Hunger nach mehr. Ich habe noch große Motivation. Heute war übrigens Boris (Henry), mein Freund, als Trainer dabei. Das war eine Ausnahme, wegen meines Geburtstages. Mein Trainer kann somit bei den Süddeutschen Meisterschaften ein paar Athleten betreuen.
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Reese HOFFA (USA)
Tomasz Majewski ist ein harter Gegner. Es ist jedes Mal großartig gegen ihn zu gewinnen. Ich war heute sehr explosiv und ich liebe es, in Berlin zu sein, weil das Publikum sehr fachkundig ist. Es war ausserdem hilfreich, dass Ralf Bartels heute teilgenommen hat. Ich liebe im übrigen auch die Kartoffelchips hier. Die kommenden Meetings, an denen ich teilnehmen werde, sind in Lille, Brüssel und Zagreb. Ich hoffe, dass ich es in das US Team für die WM 2011 schaffe.
Majewski is very tough. So any time you win against this guy, it's great. I was pretty explosive today and I love to be in Berlin because the audience is very knowledgeable and it helped that Ralf Bartels also competed here today. And I also love the potato chips here. My next meetings will be in Lille, Brussels and Zagreb. I hope to make the team for the WC 2011.
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Ralf BARTELS (GER)
Es war eine schöne Atmosphäre, obwohl wir im Vorprogramm waren. Der Wettkampf hat Erinnerungen an die WM 2009 hervorgerufen - und er hatte ja auch WM-Niveau. Das hatte ich erwartet und wir waren auch alle dicht beieinander. Ich hatte zwar noch gehofft, dass ich weiter stoßen kann, aber 21,30m - das schaffe ich nicht. Ich war schön konstant; fünf mal über 20 Meter - damit kann ich zufrieden sein. Die Zuschauer haben hinter uns gestanden und waren interessiert; das war genau richtig für uns. Nach dem Saisonhöhepunkt, der EM, da kann man auch lockerer sein, und die Leute wollen diese Atmosphäre; die wollen eine Show sehen. Ich bin positiv überrascht, dass sogar die Oberränge teilweise gefüllt sind.
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Betty HEIDLER (GER)
Von der Konzentration, vom Kopf her war es heute schwer, das Training ist mir bereits die ganze Woche nicht leicht gefallen. Dass wir auf einem Nebenplatz geworfen haben, hat das Ganze nicht besser gemacht. Ich habe mich heute generell gut gefühlt, technisch wurde ich dann immer besser! Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Das war ein WM-Feld, und das ist schon wichtig für mich. Daher habe ich mich während des Wettkampfes an die WM 2009 erinnert gefühlt. Ich habe noch zwei weitere Wettkämpfe: nächste Woche in Neubrandenburg, das DKB Duell, und dann Anfang September noch in Split.
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