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„Das war unglaublich emotional!“ WM-Silber für Ariane Friedrich beim 78. ISTAF

Sie kam mit Bronze zum ISTAF und ging mit Silber! Deutschlands beste Hochspringerin Ariane Friedrich (35) hat am Sonntag im Olympiastadion zehn Jahre nach ihrem glänzenden Auftritt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin 2009 nachträglich die Silbermedaille bekommen. Der vor ihr platzierten Russin Anna Tschitscherowa wurde die Medaille wegen Dopings bereits im Februar 2018 aberkannt.

Ariane Friedrich: „Das war unglaublich emotional. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich die Bilder von 2009 auf der Videoleinwand gesehen habe. Unglaublich emotional! Ich habe gesehen, dass ich heute weniger Zeit habe, zum Friseur zu gehen (lacht). Ich habe mich unheimlich verändert und dementsprechend die Ehrung heute anders genossen. Meine Tochter durfte den Tag heute miterleben und war schon ganz hippelig. Das ist sicherlich eine positive Sache an der verspäteten Silbermedaille. Ein sehr schöner Moment! Die Medaille bekommt zuhause genau den Platz der Bronzemedaille. Die habe ich direkt abgegeben. Das Gefühl heute bei der Siegerehrung war anders als damals. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn niemand gedopt hätte und ich das alles 2009 schon erlebt hätte. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Besonders bitter ist es natürlich für die Italienerin, die Vierte war, denn sie hatte gar nichts davon. Das ist unfair. Ich bedanke mich beim ISTAF, dass wir die Ehrung hier machen durften. Das hat mir einen unglaublich emotionalen Moment geschenkt!“

Friedrich war bei der WM 2009 mit 2,02 Meter höhengleich mit der des Dopings überführten Russin Anna Tschitscherowa und hinter der Kroatin Blanka Vlasic (2,04 Meter) zunächst Dritte geworden. Mit 2,06 Meter hält die Thüringerin noch immer den Deutschen Freiluft-Rekord im Hochsprung.

Ariane Friedrich erhielt die Silbermedaille aus den Händen von Jon Ridgeon, Geschäftsführer des Leichtathletik-Weltverbands IAAF. Mit dabei im Olympiastadion waren auch Friedrichs Lebensgefährte, der viermalige Bob-Olympiasieger André Lange, ihre fünfjährige Tochter Amy, ihr langjähriger Trainer Günter Eisinger sowie ihre Chefin bei der Landespolizei Thüringen, Polizeidirektorin Heike Langguth.

2018 hatte Ariane Friedrich ihre sportliche Karriere offiziell beendet. Die Polizei-Oberkommissarin ist bei den Bildungseinrichtungen der Thüringer Landespolizei in Meiningen in der Nachwuchsgewinnung und dem Eignungsauswahlverfahren tätig.

04.09.2019


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