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ISTAF News

„Danke für die Wahnsinns-Stimmung, die mich zu meinem Weltrekord getragen hat“

„Die Stimmung hier im Stadion war mal wieder grandios“, jubelte Johannes Vetter nach seinem Triumph beim ISTAF 2019 vier Wochen vor den Weltmeisterschaften in Doha. „Es war für uns alle eine super WM-Generalprobe.“ Auch Gesa Krause lobte nach ihrem famosen Weltrekord-Rennen das ISTAF-Publikum. „Als klar war, was für eine Zeit ich laufen werde, fing das Stadion an zu beben. Ich kann es kaum in Worte fassen. Danke, ISTAF, für diesen tollen Wettkampf und die Wahnsinns-Stimmung, die mich zu meinem Weltrekord getragen hat!“ Auch Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks (USA) war glücklich, obwohl er sich mit dem zweiten Platz begnügen musste: „Das ISTAF war ein perfekter Härtetest für die Weltmeisterschaft. Das Publikum war überragend und hat eine Atmosphäre erzeugt, mit der wir eine gute Leistung und Show abliefern konnten.”

Das sagten die Athletinnen und Athleten über das 78. ISTAF am 1. September im Berliner Olympiastadion:

Christina SCHWANITZ (GER), 2. Platz Kugelstoßen (18,62 m): „Ich hatte das Gefühl, dass heute in der Kugel ein Magnet eingebaut war. Denn vier Versuche gingen fast exakt gleich weit. Heute war ein Wettkampf für den Genuss. Es war ein schöner Wettkampf, das Publikum hat richtig Gas gegeben. Das hat Spaß gemacht. Für Doha sind wir gut im Zeitplan. Es war heute der letzte Wettkampf vor der WM, jetzt wird im Training nochmal geballert und alles reingelegt. Wenn wir gesund durchkommen, freue ich mich auf die WM.“

Alina KENZEL (GER), 7. Platz Kugelstoßen (15,50 m): „Mit meiner Leistung bin ich natürlich nicht so zufrieden, aber aufgrund der langen Saison ist es auch wirklich schwierig, konstant über so einen langen Zeitraum Topleistungen zu bringen. Ich bin sehr froh, hier beim ISTAF auf dem Weg zur WM nochmal meinen aktuellen Trainingsstand unter Beweis stellen zu können. Jetzt heißt es, Kraft und Niveau aufzubauen, um in den nächsten Wochen mit meiner Leistung dort hinzukommen, wo ich gern sein möchte. Obwohl wir heute eine der ersten Disziplinen waren, ist die Stimmung wieder gigantisch gewesen. Es ist jedes Mal eine Ehre, in diesem Stadion starten zu dürfen. Das ISTAF ist wirklich Gold wert für die Athleten und die Leichtathletik!“

Brittany CREW (CAN), ISTAF-Siegerin Kugelstoßen (19,28 m NR): „In Zürich beim Diamond-League-Finale wurde ein richtig guter Versuch noch ungültig gewertet. Heute habe ich es geschafft, bei diesem großartigen Stoß im Ring zu bleiben. Der Wettkampf mit diesen Fans kreiert eine Atmosphäre, die pusht. Das ISTAF ist der vorletzte Wettkampf vor der Weltmeisterschaft, der Sieg ist also sehr wertvoll. Dennoch möchte ich nicht zu hohe Erwartungen für Doha haben. Mein Ziel ist es, besser zu sein als mein sechster Platz bei der WM 2017. Ich denke, ich habe eine gute Chance auf eine Medaille.“

Neele ECKHARDT (GER), 4. Platz Dreisprung (14,02 m): „Ziel war heute, die WM-Norm zu springen. Vier Zentimeter hatten bislang gefehlt. Leider hat es auch heute nicht geklappt. Wenn ich mich neun Monate zurückerinnere, sollte ich mich freuen, wie es mir heute geht. Eine Lungenentzündung hatte mich monatelang außer Gefecht gesetzt. Aber natürlich bin ich Sportlerin und möchte das Maximal-Mögliche erreichen. Die ersten Sprünge waren technisch etwas schwierig. Insgesamt fehlt natürlich die Grundlage aus dem Winter. Es wurde im Verlauf des Wettkampfs besser, aber leider waren auch zwei Ungültige dabei. Ich werde keinen Wettkampf mehr bestreiten bis zum Ende des Nominierungszeitraums. Es entscheidet sich also über die Weltbestenliste, ob ich es noch zur WM schaffe. Ich lasse mich überraschen. Die Stimmung heute war überragend, die Begeisterung für die Leichtathletik hier ist grandios.“

Luke CAMPBELL (GER), ISTAF-Sieger 400 m Hürden (49,41 Sekunden): „Die Zuschauer haben mich ins Ziel getragen, die Atmosphäre war super. Ich freue mich riesig, dass ich hier beim ISTAF starten durfte. Vier Wochen vor der WM war das mein letztes Rennen und somit die Generalprobe für Doha. Jetzt werde ich die nächsten Wochen hart trainieren, um auch bei der WM glänzen zu können. Das ISTAF ist eine wahnsinnig geile Veranstaltung mit einem super Publikum!“

Manqi GE (CHN), Siegerin 100 m B-Lauf (11,23 Sekunden): „Ich trainiere in der Nähe von Düsseldorf mit Rana Reider und meinem chinesischen Trainer und mir gefällt die Umgebung in Deutschland. Aber an das Essen muss ich mich noch gewöhnen. Das Stadion hier ist unglaublich, die Zuschauer geben uns jede Menge Selbstbewusstsein. Hinzu kommt, dass Usain Bolt hier 2009 Weltrekord gelaufen ist. Das kommt mir zugute. Heute war es eine Art Doha-Generalprobe für mich.“

Ewa SWOBODA (POL), Siegerin 100 m A-Lauf (11,07 Sekunden, PB): „So eine Zeit und einen Sieg hatte ich nicht erwartet. Ich weiß nicht, wie ich so eine tolle Persönliche Bestleistung geschafft habe. Ich bin einfach gelaufen. Das ist ein wirklich großartiges Ergebnis für mich, ein wichtiger Lauf. Oh, mein Gott, das ist großartig für mich! Ich bin jetzt sehr selbstbewusst. Vielleicht hat das Stadion mir geholfen – und die Tatsache, dass ich im vergangenen Jahr bei der EM nicht so gut war und es heute besser machen wollte.“

Gina LÜCKENKEMPER (GER), 4. Platz 100 m A-Lauf (11,15 Sekunden): „Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem Rennen. Wenn ich in der Mitte keinen Haken drin gehabt hätte, wäre es noch schneller gewesen. Die Mädels vor mir haben einen richtig guten Job gemacht. Es war toll, zu spüren, wie die Fans im Olympiastadion mich angefeuert und unterstützt haben. Jetzt wollen wir mit der Staffel nochmal richtig Gas geben.“

Lisa Marie KWAYIE (GER), 6. Platz 100 m A-Lauf (11,25 Sekunden): „Den Start habe ich leider ein bisschen verpennt, da waren die Mädels etwas schneller. Aber ich habe hinten raus noch ordentlich was rausgeholt und bin mit den 11,25 total zufrieden. Das Olympiastadion ist einfach mein Wohnzimmer. Und hier laufen zu dürfen, fühlt sich immer an wie nach Hause kommen. Die Stimmung war wieder bombastisch, einfach großartig. Ich glaube, ich habe hier im Stadion bereits meine vierte PB aufgestellt – das sagt eigentlich alles. Nachher steht noch die Staffel an. Über die 100 Meter war das mein letzter Wettkampf vor Doha und ich hätte mir keine bessere Generalprobe vorstellen können. Hier beim ISTAF, in meinem Wohnzimmer, gegen so eine starke Konkurrenz zu laufen, motiviert und pusht natürlich nochmal mega so kurz vor der WM. Eine bessere Vorbereitung hätte ich mir nicht wünschen können!“

Piotr MALACHOWSKI (POL), ISTAF-Sieger Diskuswurf (65,17 m): „Ich habe so ein gutes Ergebnis nicht erwartet, weil meine Technik in den letzten vier Wochen schlecht war. Ich habe irgendwie das Gefühl im Ring verloren. Dieser Wettkampf war eine Art Generalprobe für mich. Die letzten beiden Würfe waren wirklich gut. Die EM 2018 hier ist nicht so gut gelaufen für mich. Aber heute habe ich an 2009 gedacht, den tollen Kampf mit Robert Harting. Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Meine Ziele für Doha? Ich weiß es nicht. Meine Träume für Doha? Dieses Jahr gab es einen Trainerwechsel und ich hoffe sehr, dass ich es von der 5 auf die 1 schaffe. Das wäre für mich perfekt.“

David WROBEL (GER), 3. Platz Diskuswurf (63,43 m): „Ich liebe Berlin. Ich hatte ja bereits vor vier Wochen bei den Deutschen Meisterschaften einen super Wettkampf hier, es macht einfach immer wieder Spaß! Auch in der Jugend habe ich hier meine erste große Meisterschaftsmedaille geholt. Also, Berlin liegt mir. Es war toll, hier beim ISTAF starten zu können. Wir hatten zwar eine relativ lange Pause zwischen Call Room und Wettkampf, aber ich habe es geschafft, die Spannung zu halten. Da wir zu neunt waren, war es ein bisschen ein Roulettespiel, wer von uns nicht ins Finale kommt. Ich hatte einige technische Probleme, aber die 63 Meter kamen dann schon etwas geschmeidiger aus dem Arm. Bis zur WM ist noch ein bisschen was zu tun, es war ein super Härtetest, da natürlich auch viele der WM-Starter dabei waren. Jetzt gilt es, das ganze Training und den Fokus auf Doha zu richten.“

Daisy JEPKEMEI (KEN), ISTAF-Siegerin 5.000 m (14:51,72 Min., PB): „Wir haben heute ein starkes Teamwork gezeigt, besonders meine Schwester Norah hat mir sehr geholfen. Ich liebe es, hier zu laufen. Im vergangenen Jahr war ich Zweite über die 3.000m-Hindernis und dieses Jahr habe ich mit PB gewonnen. Ich fliege jetzt zurück nach Kenia, um in den Bergen von Iten für die Weltmeisterschaft zu trainieren.“

Alina REH (GER), 11. Platz 5.000 m (15:22,15 Min.): „Ich hatte gesehen, dass eine Läuferin vor mir gestolpert ist und wollte eigentlich ausweichen. In dem Moment ist sie aufgestanden und ich bin gestürzt. Das war unglücklich, ein normaler Rennunfall. Dann war es natürlich schwer für mich. Dann habe ich Hanna Klein vor mir gesehen und gewusst, dass wir Richtung WM-Norm gehen und ich sie dazu treiben kann. Das hat zum Glück funktioniert. Für mich war es natürlich schade. Ich wäre gerne unter 15 Minuten geblieben. Es hat einfach nicht sollen sein. Ich kam gestern direkt aus St. Moritz und reise heute direkt wieder dorthin für die nächsten zwei Wochen. Das Training dort tut mir sehr gut. In St. Moritz muss ich mich nur immer bremsen, dass ich nicht die Berge hoch wandere. Die Stimmung hier beim ISTAF war richtig cool. Ich liebe es, hier zu laufen. Die beiden Rennen dieses Jahr in Berlin waren zwar nicht optimal, aber bei dem Publikum hier macht es großen Spaß.“

Hanna KLEIN (GER), 10. Platz 5.000 m (15:19,74 Min.): „Mir tut es wahnsinnig leid für Alina Reh, denn sie hätte heute ein Wahnsinnsrennen gezeigt. Sie ist in Topform. Für mich war es eine glückliche Fügung. Sie hat für mich Tempo gemacht und mir zur WM-Norm verholfen. Ich weiß nicht, wie ich es ohne sie durchgestanden hätte. Sie hat über die Hälfte des Rennens Tempo gemacht und mich noch gepusht. Meine Erwartungen vorher waren gemischt. Ich wusste nicht, wie ich durchkomme, weil es gesundheitlich angeschlagen war. Deswegen freue ich mich umso mehr über diese Leistung. Nächste Woche starte ich in Minsk und hoffe, dass ich für die WM nominiert werde. Wir wurden heute getragen vom Publikum. Es war mein erstes ISTAF – und ich bin mit Berlin versöhnt nach dem Pech bei der EM und der nicht so gut verlaufenen Deutschen Meisterschaft.“

Joshua THOMPSON (USA), ISTAF-Sieger 1.500 m (3:35,01 Min. PB): „Es war super, ich fühle mich gut. Ich bin froh, bei diesem Event dabei gewesen zu sein. Das Rennen hat Spaß gemacht, die Zuschauer sind der Wahnsinn. Es war großartig. Ich liebe dieses Stadion, ich liebe dieses Land. In der letzten Runde habe ich mich selbstbewusst und stark gefühlt, aber mit dem finalen Sprint bis zu den letzten 100 Metern gewartet, wie mein Trainer es mir gesagt hat. Leider bin ich in Doha nicht Teil des US-Teams, weil ich die WM-Norm nicht erreicht habe. Mein letzter Wettbewerb wird ‚The Match Europe vs. USA‘ in Minsk sein.“

Jinson JOHNSON (IND), 2. Platz 1.500 m (3:35.24 Min. NR): „Ich bin sehr glücklich. Mein klares Ziel sind die Olympischen Spiele. Heute konnte ich meinen eigenen Nationalen Rekord verbessern und die Norm für Doha erreichen. Ich habe eine solche Zeit zwar erwartet, aber nie im Leben hätte ich mit einem zweiten Platz gerechnet. Ich habe mich optimal vorbereitet. Ich bin schon vor vier Tagen angereist, um mich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Ich liebe Berlin, die Menschen sind sehr diszipliniert und freundlich. Vor Doha habe ich keinen Wettkampf mehr und werde jetzt zum Trainieren nach Colorado fliegen.“

Cindy ROLEDER (GER), 5. Platz 100 m Hürden (12,91 Sekunden): „Eigentlich müsste ich zufrieden sein, weil ich aus dem Trainingsblock komme. Aber bei so guten Bedingungen will man natürlich ein bisschen schneller laufen. Das war drin. Hinten raus war ich richtig stark, vorn verpatze ich den Start. Ich weiß, dass noch mehr geht und dass ich das in Zukunft auch zeigen kann. Wir sind im Zeitplan für die WM, das passt.“

Tobi AMUSAN (NGR), ISTAF-Siegerin 100 m Hürden (12,51 Sekunden): „Das Ziel war es abzuliefern, und das habe ich gemacht. Ich habe diese Woche an den Afrikanischen Meisterschaften teilgenommen und die Goldmedaille geholt. Jetzt kommt das Diamond-League-Finale in Brüssel, dann geht es zurück nach Texas, weil mein letztes Jahr an der Universität von El Paso in Texas beginnt. Ich studiere im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention von Fehlernährung. Ich bin zwar professionelle Sportlerin, möchte aber auch den Abschluss schaffen. Nach zwei Wochen Studium mache ich dann eine Pause und nehme in Doha teil.“

Omar McLEOD (JAM), ISTAF-Sieger 110 m Hürden (13,07 Sekunden SB): „Ich habe es geschafft! Wie mein Trainer mir gesagt hat, bin ich einfach raus und habe die Kontrolle übernommen. Der Start, das Ziel und jede Hürde – man könnte sagen, es war ein perfektes Rennen. Alles hat sich sehr gut zusammengefügt. Ich bin sehr geschmeidig, eng über die Hürden gesprungen. Das war wie eine Generalprobe für Doha. Ich trainiere in Bochum mit meinem Trainer Rana [Reider] und fliege heute Abend zurück nach Bochum. Dort trainiere ich dann, bis wir nach Doha fliegen. Ich werde das jamaikanische Trainingslager in Katar verpassen. Aber bei unserem technischen Sport brauchen wir unseren Trainer.“

Pascal MARTINOT-LAGARDE (FRA), 2. Platz 110 m Hürden (13.25 Sekunden): „Es fühlt sich immer gut an, in Berlin zu laufen. Während des Rennens hatte ich ein paar technische Probleme, die Zeit gekostet haben. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Rennen. Ich verbinde gute Erinnerungen mit dem Olympiastadion, da ich hier im vergangenen Jahr Europameister geworden bin. Das ISTAF ist mein letzter Test vor der Weltmeisterschaft in Doha – und das Publikum hat mich wieder über jede Hürde getragen. Ich bin sehr glücklich, wieder beim ISTAF gelaufen zu sein.“

Gregor TRABER (GER), 6. Platz 110 m Hürden (13,52 Sekunden): „Das Feld war absolute Weltklasse. Sechster Platz ist okay, ich wäre gerne Vierter geworden. Mit der Zeit bin ich mal wieder nicht zufrieden. Ich habe große Rückenprobleme seit dem Saisonstart, wir kriegen es nicht in den Griff. Wir haben erst 20 Minuten vor dem Lauf entschieden, ob ich laufe. Da fällt es schwer, sich auf den Hürdenlauf zu konzentrieren und sich auch im Training zu fokussieren. Das nervt mich. Aber wir tun alles. Jetzt ist die Frage, ob die Saison für mich überhaupt weitergeht. Das sind nicht die Zeiten, die ich laufen kann. Damit bin ich bei der WM nicht konkurrenzfähig. In der nächsten Woche wird eine Entscheidung fallen. Ich bin nominiert für den Länderkampf in Minsk. Wir müssen aber sehen, wie es weitergeht. Die Stimmung hier beim ISTAF  war der Wahnsinn, sehr geil!“

Mateusz PRZYBYLKO (GER), ISTAF-Sieger Hochsprung (2,30 m): „Für mich war es heute in Berlin wieder historisch. Es war für mich dieses Jahr sehr schwierig. Ich hatte mentale Probleme und hatte zu meinem Trainer gesagt, dass wir etwas ändern müssen. Ich habe jetzt wieder die Lust zu springen. Das Einspringen war katastrophal. Da habe ich mir gesagt: Du bist hier Europameister geworden, so kannst du hier nicht auftreten. Das ist deine Bahn, das ist deine Stadt, ich bin gern hier. So konnte ich es dann umsetzen und habe gezeigt, was ich kann. Das gelingt mir hoffentlich bei der WM wieder. Denn der Hochsprung ist weltweit aktuell nicht so stark, mit 2,33 Metern führst du schon. Wenn ich einen guten Tag erwische und 2,33 Meter springe, kann das schon für eine Medaille reichen. Ich hoffe, dass heute hier bei diesem phänomenalen Publikum der Knoten geplatzt ist. Die Stimmung war besser als bei der Deutschen Meisterschaft.“

Maksim NEDASEKAU (BLR), 2. Platz Hochsprung (2,28 m): „Ich bin zum dritten Mal hier gesprungen. Im Duell mit Mateusz steht es nun 2:1 für ihn, nachdem er Europameister geworden ist und ich im vergangenen Jahr beim ISTAF gewonnen habe. Ich bin zufrieden mit den 2,28 Metern. Meine Form wird immer besser. Nach der U23-EM habe ich eine kleine Pause gemacht und befinde mich auf einem guten Weg Richtung WM. Die Stimmung war sehr schön heute, es hat mir sehr gut gefallen hier.“

Gesa Felicitas KRAUSE (GER), ISTAF-Siegerin 2.000 m Hindernis (5:52,80 WR): „Weltrekord –  Wahnsinn! Das ist die schnellste jemals gelaufene Zeit über diese Strecke! Und auch wenn es 1.000 Meter weniger waren, als ich normalerweise zurücklege, macht mich das unfassbar stolz! Ich bin unglaublich glücklich, weil dieses Rennen auch meine aktuelle Form unterstreicht. Wie ich bereits vor einigen Tagen gezeigt habe, bin ich auch aktuell ziemlich schnell über die 3.000 Meter unterwegs. Vielleicht kann ich dieses Jahr ja noch ein bisschen mehr herauskitzeln. Das wäre ganz grandios! Jetzt muss ich bis Doha gesund bleiben und darf mich nicht verletzen. Ich werde akribisch darauf achten, mich zu pflegen und gut zu trainieren. Ich bin hochmotiviert für die WM, möchte jetzt noch ein bisschen an meiner Form feilen, um dann in Doha anzugreifen. Das Olympiastadion ist für mich ein ganz besonderes Pflaster. Ich bin vor vier Wochen Deutsche Meisterin geworden, hier habe ich 2008 meinen ersten großen Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften geholt, hier habe ich drei deutsche Rekorde aufgestellt – und natürlich war auch der Sieg bei der EM 2018 etwas ganz Besonderes. Von Runde zu Runde wurde die Stimmung hier beim ISTAF immer besser. Als klar war, was für eine Zeit ich laufen werde, fing das Stadion an zu beben – und das pusht natürlich ungemein. Es macht einfach immer wieder so viel Spaß, hier zu laufen, das ist kaum in Worte zu fassen. Danke, ISTAF, für diesen tollen Wettkampf und die Wahnsinns-Stimmung, die mich zu meinem Weltrekord getragen hat!“

Winfred Mutile YAVI (BRN), 2. Platz 2.000 m Hindernis (5:56,83 Min NR, PB): „Ich fühle mich sehr gut. Mit der Zeitvorgabe an die Pacemakerin wusste ich, dass der bahrainische Rekord möglich sein wird. Deshalb war es einfach, aber dennoch irgendwie auch schwer. Doch dieses überragende Publikum hat mir die nötige Energie gegeben. Jetzt fliege ich nach Kenia, um in den Ngong-Bergen zu trainieren.“

Andre de GRASSE (CAN), ISTAF-Sieger 100 m (9,97 Sekunden SB): „Das war heute definitiv mein Comeback nach langer Verletzungszeit. Meine Freundin [Nia Ali] hat es nach der Geburt unseres Kindes auch wieder in den Kader geschafft. Das fühlt sich alles großartig an. Mir war es wichtig, in diesem Stadion – im Olympiastadion – eine überragende Zeit zu schaffen. Mein Trainer und ich sind aktuell in Bochum. Wir hatten leider den Flug hierher verpasst. Zum Glück haben wir den nächsten Flug bekommen.“

Michael POHL (GER), 7. Platz 100 m (10,32 Sekunden): „Ich war das erste Mal beim ISTAF dabei. Es hat mir sehr gut gefallen. Die Ränge waren noch etwas voller als bei den Deutschen Meisterschaften, ich durfte bei der Athletenvorstellung auf dem ISTAF-Bus mitfahren, ich bin auf Bahn neun ganz nah am Publikum gelaufen – es hat einfach riesigen Spaß gemacht, das Publikum hat uns sehr gut unterstützt. Der Lauf war nicht gut, ich hatte mir eine schnellere Zeit gewünscht. Gerne eine 10,25 oder 10,26. An der Beschleunigung hat es gehapert. Nächstes Mal mache ich es besser. Es ist schön, bester Deutscher gewesen zu sein – aber nicht wichtig. Ich werde nun nochmal in Leverkusen starten, dann konzentriert sich alles auf die WM. Ich bin im Zeitplan, wir haben eine schnelle Staffel.“

Armand DUPLANTIS (SWE), ISTAF-Sieger Stabhochsprung (5,80 m): „Ich fühle mich super. Das war ein schwer erkämpfter Sieg für mich. Ich musste es echt ‚rausquetschen‘. Die Umstände waren nicht gut für uns, der Wind stand schlecht. Doch selbst unter solchen Bedingungen kann man in diesem tollen Stadion 5,80 Meter springen. Das zeigt, dass das Berliner Olympiastadion ein so großartiger Ort ist, eines der wenigen Super-Stadien, in denen man tolle Ergebnisse trotz schlechter Bedingungen erreichen kann. Das war eine Art Generalprobe für Doha, eine letzte Qualifikationsrunde. Es hat Spaß gemacht. Ich gehe jetzt zurück nach Schweden und trainiere. Wir werden auch ein Trainingslager in Rom veranstalten. Ich muss auch bei ‚The Match‘ in Minsk antreten. Als ich heute zum ersten Mal das Stadion betreten habe, hatte ich eine Gänsehaut wegen der ganzen Erinnerungen an das vergangene Jahr. Aber heute ist ein anderer Tag, ein neuer Tag. Und ich habe wieder eine gute Leistung abgeliefert.“

Sam KENDRICKS (USA), 2. Platz Stabhochsprung (5,80 m): „Wir sind in das Stadion gelaufen und Mondo [Armand Duplantis] sagte direkt: ‚Das ist mit Abstand mein Lieblingsstadion!‘ Ich kann definitiv verstehen warum. Die äußeren Umstände waren sehr schwierig. Aber wir sind gute Hochspringer und haben entschieden, das Beste daraus zu machen und einfach Spaß zu haben. Ich liebe das ISTAF und wie es positioniert ist. Es bringt junge und erfahrene Athleten zusammen. Wir können gegenseitig voneinander lernen. Das ISTAF war ein perfekter Härtetest für die Weltmeisterschaft, weil man heute beweisen musste, dass man sich an die äußeren Bedingungen anpassen kann. Das Publikum war überragend und hat eine Atmosphäre erzeugt, mit der wir eine gute Leistung und Show abliefern konnten.”

Bo Kanda LITA BAEHRE (GER), 8. Platz Stabhochsprung (5,60 m): „Die Bedingungen waren sehr schwierig heute. Wenn man bedenkt, dass wir auch noch einen harten Trainingsblock vor dem Wettkampf hatten, sind die 5,60 Meter absolut in Ordnung. Am Mittwoch geht's in Aachen weiter. Körperlich fühle ich mich sehr gut. Daher schaue ich zuversichtlich in Richtung WM. Die Stimmung war besser als bei den Deutschen Meisterschaften, das hat uns natürlich motiviert.“

Torben BLECH (GER), 9. Platz Stabhochsprung (5,60 m): „Ich bin mega happy mit dem Wettkampf! In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass der Akku langsam leer ist. Es war bereits eine sehr lange Saison, ich habe viele Wettkämpfe bestritten. Nichtsdestotrotz bin ich weiterhin super im Zeitplan und sehr zufrieden mit meinen Leistungen. Vor vier Wochen durfte ich bei den Deutschen Meisterschaften zum ersten Mal im Olympiastadion starten. Heute mit noch einmal mehr Zuschauern war die Atmosphäre natürlich unbeschreiblich – es hat wahnsinnigen Spaß gemacht, hier beim ISTAF zu springen. Zwei Wochen lang habe ich dem ISTAF die ganze Zeit entgegengefiebert. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr.“

Malaika MIHAMBO (GER), ISTAF-Siegerin Weitsprung (6,99 m): „Ich bin sehr zufrieden. 6,99 Meter, das ist ein super Gefühl für die kommenden Wettkämpfe. Ich habe mich heute geschont. Meine Rolle als Jahresbeste sehe ich weniger als Druck, sondern eher als Ansporn, weil ich dann im Wettkampf das auch wieder beweisen will. Dass ich bei einem kleineren Verein bin ist gut, weil ich Einzeltraining machen kann. Es ist aber auch andererseits schade, dass ich die einzige Weitspringerin bin. Meine Indien-Reisen habe ich nach der Freiluftsaison im September 2018 und nach der Hallensaison im März gemacht. Das Meditieren ist wichtig für den Kopf. Meine nächste Reise wird im Oktober sein. Da geht es nach Thailand.“

Johannes VETTER (GER), ISTAF-Sieger Speerwurf (85,40 m): „Ich habe gemerkt, dass ich heute ein bisschen mit angezogener Handbremse geworfen habe. Mit Blick auf die WM muss ich nach so einer langen Verletzungspause vorsichtig sein – ich habe in den vergangenen acht Tagen drei Wettkämpfe gemacht. Die Stimmung hier im Stadion war mal wieder grandios. Und auch wenn es heute nicht über 90 Meter ging, freue ich mich riesig über den Sieg hier beim ISTAF in diesem tollen Stadion. Es war für uns alle eine super WM-Generalprobe.“

Thomas RÖHLER (GER), 5. Platz Speerwurf (80,33 m): „Das ISTAF ist immer wieder ein schönes Event. Der Anlauf hat gepasst, das war unser Ziel. Oben sind wir wenige Risiken eingegangen, das habe ich gemeinsam mit dem Trainer entschieden. Wenn man leicht müde anreist, sollte man kein Risiko eingehen. Ich gehe ziemlich zufrieden zurück nach Jena und trainiere weiter, um bei der WM topfit an den Start gehen zu können. Was ich heute im Anlauf gespürt habe, hat mir gut gefallen. Wenn sich dann oben noch alles perfekt trifft, fliegt der Speer weit. Die Stimmung war perfekt heute!“

Tatjana PINTO (GER), ISTAF-SIEGERIN mit der 4x100m-Staffel (41,67 Sekunden, WL): „Es ist immer hammercool, hier zu starten. Mit der Staffel sind natürlich heute Erinnerungen an das vergangene Jahr hochgekommen. Wir hatten bei der EM sogar die gleiche Bahn, meine ich. Zuhause zu laufen und diese Unterstützung zu spüren, ist speziell. Ich habe mich richtig gut gefühlt und konnte Tempo machen. Ich bin absolut im Plan für die WM. Es läuft alles so, wie wir uns das vorstellen. Sogar besser für mich persönlich. Die Trainingsgruppe in Wattenscheid bringt mich vorwärts, denn ich werde in jedem Training gepusht, wir arbeiten an jedem Detail und sind sehr professionell. Dazu habe ich Ruhe. Die besten Bedingungen, um Topleistung zu bringen. Bei der WM wollen wir natürlich um die Medaillen mitlaufen, wir haben das heute wieder unter Beweis gestellt.“

GINA LÜCKENKEMPER (GER), ISTAF-SIEGERIN mit der 4x100m-Staffel (41,67 Sekunden, WL): „Es war ein super-geniales Rennen. Die Mädels haben wirklich einen tollen Job gemacht, die Stimmung war der Wahnsinn. Dass wir in diesem Jahr und in dieser Besetzung so schnell rennen können, hätte ich nicht unbedingt gedacht. Es wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen. Das zeigt das Potenzial dieser Staffel. Da macht richtig Bock auf Doha – mal gucken, was dort mit der Staffel alles möglich ist.“

08.09.2019


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