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ISTAF News

Mindestens 54.000 Zuschauer sehen beim ISTAF in
Berlin 9 Olympiasieger von London, 4 Weltmeister
von Daegu und 6 Europameister aus Helsinki

Berlin – Das Internationale Stadionfest Berlin 2012 wird auch in diesem Jahr wieder das größte Eintages-Leichtathletikmeeting der Welt sein. Mindestens 54.000 Zuschauer werden am Sonntag ab 12 Uhr durch die Stadiontore strömen und 187 der weltbesten Leichtathleten aus 32 Ländern in 15 offiziellen Disziplinen erleben. Am Start sind dann neun Olympiasieger von London (davon zwei aus Staffeln), vier amtierende Weltmeister und sechs Europameister von Helsinki. Bereits am Vortag findet der Diskuswurf der Frauen im historischen Olympischen Dorf von 1936 in Wustermark/Elstal statt.

Insgesamt haben 27 beim ISTAF startende Frauen und 37 Männer Edelmetall bei internationalen Wettkämpfen erringen können. Davon neun Mal Gold, sieben Mal Silber und sechs Mal Bronze in London, vier Mal Gold, fünf Mal Silber, fünf Mal Bronze bei den Weltmeisterschaften in Daegu und sechs Mal Gold, acht Mal Silber und vier Mal Bronze bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki.

Meeting Direktor Gerhard Janetzky: „Wir werden unseren Zuschauern wieder ein sportlich absolut hochklassiges Feld präsentieren. Neben den Olympiasiegern und allen acht deutschen Medaillengewinnern von London erleben sie einige neue Athleten mit großer Perspektive. Das Erste Deutsche Fernsehen überträgt erstmals seit langem zwei Stunden live vom ISTAF, international wird sogar in 160 Länder übertragen. Auch diese Zahlen zeigen, dass das ISTAF und die Leichtathletik wieder im Aufschwung sind.“

ISTAF-Geschäftsführer Martin Seeber: „Wir haben mit großer Unterstützung durch das Land Berlin, die TV-Vermarktung und unsere Sponsoren – allen voran die Spielbank Berlin und deren Hauptgesellschafter, die Novomatic AG – einen Gesamtetat von 1,8 Millionen Euro auf die Beine gestellt. Das war vor einem Jahr nicht abzusehen. Die Marke ISTAF ist weiterhin sehr stark und wird weltweit wahrgenommen. Das zeigt auch der große Zuschauerzuspruch. Wir streben am Sonntag mindestens 54.000 Zuschauer an. Damit ist das ISTAF wieder das weltweit zuschauerstärkste Eintages-Meeting.“

52.000 Eintrittskarten wurden für die Veranstaltung am 2. September 2012 bereits abgesetzt. Tickets sind auch am Sonntag noch an den Tageskassen ab 9 Euro erhältlich. Für 25 Euro gibt es das Gruppenticket für eine vierköpfige Familie. Die Kassen öffnen bereits um 10.30 Uhr. Einlass ins Stadion ist ab 12:00 Uhr.

Die wichtigsten Athleten beim 71. Internationalen Stadionfest in der offiziellen Reihenfolge der Disziplinen:

Speerwurf (Frauen), Startzeit 12.30 Uhr

Christina Obergföll und Linda Stahl, die Silber (65,16 Meter) und Bronze (64,91) im Speerwurf in London holten, werden sich erneut mit der zweifachen Olympiasiegerin und amtierenden Weltrekordhalterin Barbora Spotakova aus Tschechien messen, die mit neuer Saisonbestleistung (69,55) aus London anreisen wird. Mit Vera Rebryk ist die ukrainische Europameisterin von Helsinki ebenso am Start wie die Deutschen Katharina Molitor und Franziska Krebs.

Kugelstoßen (Männer), Startzeit 12.40 Uhr

Beim Kugelstoßen der Männer trifft der Deutsche David Storl auf den Olympiasieger Tomasz Majewski aus Polen und den Bronzegewinner Reese Hoffa aus den USA. Der amtierende Weltmeister Storl, der Silber im Olympischen Finale gewann und die erste Leichtathletik-Medaille für Deutschland in London holte, stieß mit 21,86 Metern nur knapp an Gold vorbei. Majewski, der schon vor vier Jahren in Peking Gold geholt hatte, konnte Storl im dritten Versuch noch um drei Zentimeter übertreffen und schaffte 21,89.

Hammerwurf (Frauen), Startzeit 14.15 Uhr

Gold, Silber und Bronze starten beim Hammerwurf-Wettkampf der Frauen! Für die Olympia-Dritte Betty Heidler wird es beim ISTAF ein Wiedersehen mit der Olympiasiegerin Tatjana Lysenko und der Zweitplatzierten Anita Wlodarczyk aus Polen geben. Die Russin hatte in London mit starken 78,18 Meter Gold geholt, Wlodarczyk schnappte sich mit 77,60 Metern Silber. Mit Kathrin Klaas ist eine zweite starke deutsche Hammerwerferin dabei.

Stabhochsprung (Männer), Startzeit 14.40 Uhr

Sie krönten ihre spektakuläre Flugshow von London mit zwei Medaillen: Björn Otto (Silber) und Raphael Holzdeppe (Bronze) kamen nur am französischen Olympiasieger Renaud Lavillenie nicht vorbei. Beide übersprangen 5,91 Meter und treffen am Sonntag auf Konkurrenten, die bereits die 6,00-Meter-Marke gemeistert haben: den Australier Steve Hooker(Olympiasieger 2008, Weltmeister 2009, Bestleistung 6,06) sowie den US-Amerikaner Brad Walker (Weltmeister 2007, Bestleistung 6,04).

Weitsprung (Männer), Startzeit 15.00 Uhr

Europameister trifft Olympiasieger! Sebastian Bayer, der in London mit 8,10 Metern nur zwei Zentimeter an einer Medaille vorbei sprang, misst sich mit Olympiasieger Greg Rutherford aus Großbritannien. Der Brite hatte vor heimischem Publikum Gold geholt mit 8,31 Metern. Bayer war noch wenige Wochen zuvor mit 8,34 Metern zum Europameister-Titel geflogen. Mit dem Olympia-Achten von London, Godfrey Mokoena (Südafrika) ist ein Springer dabei, der in seiner Karriere bereits 8,50 Meter gesprungen ist.

400 Meter Hürden (Männer), Startzeit 15.05 Uhr

Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik hat es in London nach langer Durststrecke noch einmal allen gezeigt. Der zweimalige Olympiasieger (2004, 2012) und Weltmeister (2003) über die 400 Meter Hürden siegte in London in 47,63 Sekunden. Er trifft heute auf den britischen Europameister von 2012, Rhys Williams (Bestzeit 48,96) sowie starke deutsche Läufer mit ebenfalls sehr guten Bestzeiten: Georg Fleischhauer (48,72), Silvio Schirrmeister (49,21) und den Berliner Lokalmatadoren Varg Königsmark (49,54).

4x100 Meter-Mixedstaffel der Nationen, Startzeit 15.15 Uhr

Die 4x100m-Mixedstaffel der Nationen ist eine echte Weltpremiere. Zwei deutsche Staffeln mit je zwei Frauen und Männern treten dabei gegen gemischte Sprintstaffeln aus aller Welt an. Gemeldet haben die Staffeln von Jamaika (mit Michael Frater aus der jamaikanischen Weltrekordstaffel von London), USA (mit Bianca Knight aus der amerikanischen Weltrekordstaffel von London), Großbritannien, Tschechien, Niederlande, Slowenien und Polen.

110 Meter Hürden (Männer), Startzeit 15.30 Uhr

Er dominierte die Strecke in London und wurde verdient Olympiasieger: Aries Merritt aus den USA stellte im Finale in 12,92 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung auf. Heute will sich ein deutsches Trio mit dem Olympiasieger messen. Darunter Alexander John (Bestzeit 13,35), der bei der EM in Helsinki mit einem vierten Platz nur knapp die Medaillenränge verfehlte, sowieMatthias Bühler (13,34) und Erik Balnuweit (13,43).

Diskuswurf (Männer), Startzeit 15.40 Uhr

Robert Harting, der erste Leichtathletik-Olympiasieger aus Berlin seit Ulf Timmermann 1988, trifft beim ISTAF wieder auf die Weltspitze, allen voran seinen Dauerkontrahenten Piotr Malachowski aus Polen und Virgilijus Alekna aus Litauen. Mit Martin Wierig aus Magdeburg ist der Olympia-Sechste genauso dabei wie der dritte Deutsche im Bunde, Markus Münch.

800 Meter (Frauen), Startzeit 15.40 Uhr

Nach der verletzungsbedingten Absage der Weltmeisterin von 2009 und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Caster Semenya aus Südafrika ist sie klar in der Favoritenrolle über diese Distanz: Pamela Jelimo aus Kenia. Die Olympiasiegerin von 2008 verfehlte in London als Vierte nur knapp das Treppchen und hat mit 1:54,01 Minuten die stärkste Bestzeit aller Starterinnen stehen. Es ist die drittschnellste je über diese Distanz gelaufene Zeit. Beim ISTAF bekommt sie es unter anderem mit der Olympia-Siebte Francine Niyonsaba aus Burundi und der ISTAF-Gewinnerin von 2011, Maggie Vessey aus den USA, zu tun.

1.500 Meter (Männer), Startzeit 15.50 Uhr

Es ist das Rennen eines weiteren Berliner Lokalmatadors, das von Carsten Schlangen. Der Vize-Europameister von 2010, der sich auf den letzten Drücker noch für London qualifizieren konnte, hat seitdem eine Bestzeit von 3:33,64 Minuten stehen. Für einen Sieg gegen die afrikanische Konkurrenz heute wird selbst diese Zeit nicht reichen. Mit Augustine Choge tritt der schnellste Kenianer im Feld an, der mit 3:29,43 bereits unter 3:30 gerannt ist. Weitere starke Mittelstreckler sind die Kenianer Collins Chebol (3:32,45) sowie Bethwell Birgen(3:30,00).

100 Meter Hürden (Frauen), Startzeit 16.05 Uhr

Die Olympia-Dritte von 2008, Priscilla Lopes-Schliep (Bestzeit 12,49 Sekunden) aus Kanada, trifft unter anderem auf Queen Harrison (12,51) aus den USA. Für Deutschland starten Cindy Roleder, Nadine Hildebrand und Lilli Schwarzkopf, die in London Silber im Siebenkampf erringen konnte.

100 Meter (Frauen, A-Lauf), Startzeit 16.15 Uhr

Drei Frauen, die über die 100 Meter schon unter elf Sekunden geblieben sind, führen das Feld an: Die Jamaikanerinnen Kerron Stewart (10,75 Sekunden) und Sherone Simpson (10,82) sowie Kelly-Ann Baptiste aus Trinidad (10,84). Sie treffen auf starke Konkurrenz mit den Amerikanerinnen Bianca Knight (11,07, Olympiasiegerin mit der US-Staffel in London),Alexandria Anderson (11,01) und der dritten Jamaikanerin Aleen Bailey (11,04).

100 Meter (Männer, A-Lauf), Startzeit 16:25 Uhr

Bei der Königsdisziplin werden sich alle Augen auf den Jamaikaner Michael Frater (Bestzeit 9,88 Sekunden) richten, der mit der olympischen Goldmedaille aus London anreist. Gemeinsam mit Usain Bolt, Yohan Blake und Nesta Carter rannte er mit der jamaikanischen 4x100m-Staffel in Weltrekordzeit von 36,84 Sekunden zum Sieg. Es war der erste Lauf einer 4x100m-Staffel unter 37 Sekunden. Mit Kim Collins (9,98) aus dem Karibikstaat St. Kitts & Nevis und dem Amerikaner Darvis Patton (9,89) sind zwei weitere Sprinter dabei, die unter zehn Sekunden rennen können. Der Deutsche Meister Lucas Jakubcyk (10,20) aus Berlin wird kaum Chancen haben.

3.000 Meter Hindernis (Frauen), Startzeit 16.35 Uhr

Premiere beim ISTAF: die 3.000 Meter Hindernis der Frauen wurden noch nie zuvor ausgetragen. Und gleich läuft eine deutsche Frau vorn mit. Antje Möldner-Schmidt aus Potsdam holte über diese Distanz Bronze bei der EM in Helsinki, wurde in London Siebte. Sie trifft unter anderem auf Milcah Chemos aus Kenia, die bei den Spielen den vierten Platz belegte.

800 Meter (Männer), Startzeit 16.50 Uhr

Das bunt gemischte Feld wird angeführt von einer Reihe junger Afrikaner. Der ÄthiopierMohamed Aman ist erst 18 Jahre alt, konnte aber den Weltrekordler David Rudisha bereits zweimal besiegen. Erst gestern schlug er ihn in Zürich in neuen persönlicher Bestzeit von 1:42,53 Minuten. Im olympischen Finale von London wurde Aman in 1:43,20 Minuten Sechster, bei der WM 2011 in Daegu Achter. Ebenfalls stark einzuschätzen sind der Brite Michael Rimmer (1:43,89) und die Kenianer Leonard Kosencha (1:43,40) und Edwin Kiplagat Melly(1:44,32).

Am Sonnabend, 1. September, findet im historischen Olympischen Dorf von 1936 in Wustermark bereits ab 14.30 Uhr der ISTAF-Wettbewerb im Diskuswurf der Frauen statt. Die deutschen Farben werden vonNadine Müller, Julia Fischer und Shanice Craft vertreten. Sie werfen unter anderem gegen Aretha Thurmond aus den USA, Natalia Semenova-Fokina aus der Ukraine und die Russin Daria Pishchalnikova.

31.08.2012


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