8. ISTAF INDOOR: Leichtathletik-Spektakel mit zahlreichen Topleistungen

6. Februar 2021

Was für ein ISTAF INDOOR! Weltjahresbestleistungen, zahlreiche Landesrekorde, Weltklasse-Rennen und überglückliche Sieger – die Fans vor den heimischen Bildschirmen in über 60 Ländern kamen voll auf ihre Kosten. Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) gelang bei ihrem Lieblings-Meeting der bislang weiteste Sprung der Saison: 6,77 Meter, Weltjahresbestleistung. Ihre größte Rivalin, die WM-Zweite Maryna Bekh-Romanchuk landete auf Platz zwei. Malaika Mihambo: „Das ISTAF INDOOR ist immer ein besonderes Format. Da macht es richtig Spaß zu springen. Zwei Siege in Düsseldorf und Berlin sind optimal, dazu noch Weltjahresbestleistung. Insgesamt ist es schön, dass überhaupt Wettkämpfe stattfinden können.“

Im Stabhochsprung gab es gleich mehrere glückliche Gesichter. Der Pole Robert Sobera verletzte sich nur leicht und konnte den Wettkampf beenden – obwohl mitten in der Luft der Stab brach.Oleg Zernikel (ASV Landau) sprang so hoch wie nie zu vor (5,72 m). Das gelang auch Ernest John Obiena von den Philippinen, der seine Bestmarke von 5,62 Meter in der Mercedes-Benz Arena auf 5,80 Meter schraubte – nationaler Rekord! „Ich schwebe auf Wolke sieben“, jubelte der 25-Jährige. Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) bestätigte seine starke Form (ebenfalls 5,80) und wurde Zweiter.

Ein Weltklasse-Rennen lieferten sich die Hürdensprinterinnen. Reihenweise purzelten die Rekorde. Christina Clemons (USA, ehemals Manning) siegte in starken 7,83 Sekunden – Weltjahresbestleistung. „Das Rennen lief perfekt. Es war großartig, hier zu laufen, auch ohne Zuschauer“, bilanzierte Clemons. Europameisterin Nadine Visser (Niederlande) landete auf Platz zwei – schneller war sie in dieser Saison noch nie (7,90 Sekunden). Über Rang drei freute sich Nooralotta Neziri, die in 7,91 Sekunden zum finnischen Landesrekord stürmte. Bei den Männern musste sich der weltweit schnellste Hürdensprinter des Jahres 2020 geschlagen geben. Ausnahme- Athlet Orlando Ortega (Spanien, 7,64 Sekunden) wurde Zweiter hinter Aaron Mallett (USA, 7,64 Sekunden).

Arthur Cissé (Elfenbeinküste) triumphierte wie vor fünf Tagen beim ISTAF INDOOR in Düsseldorf über die 60 Meter – und stellte seinen eigenen Landesrekord ein (6,53 Sekunden). Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) sprintete auf den dritten Platz (6,62 Sekunden) hinter Marcell Jacobs (Italien), der ebenfalls mit persönlicher Bestleistung glänzte (6,55 Sekunden). Bei den Frauen gewann Maja Mihalinec-Zidar (Slowenien, 7,23 Sekunden) vor Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar, 7,26 Sekunden) und Rafaela Spanoudaki (Griechenland, 7,27 Sekunden) und Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen, 7,29 Sekunden).

Meeting-Direktor Martin Seeber: „Die Leichtathletik und das ISTAF INDOOR haben in Berlin wieder spektakuläre Geschichten erzählt. In diesen herausfordernden Zeiten freut es mich aber besonders, dass unser detailliertes Hygienekonzept voll aufgegangen ist. Das Feedback der Athletinnen und Athleten war überwältigend und eine Bestätigung dafür, das Meeting mit tollen Partnern in der Sportmetropole auf die Beine gestellt zu haben.“

Ein detailliertes Hygienekonzept machte das ISTAF INDOOR möglich. Zuschauer waren nicht zugelassen in der Mercedes-Benz Arena. Alle Beteiligten mussten sich im Vorfeld einem Corona-Schnelltest unterziehen. Die Athletinnen und Athleten durften nur anreisen, wenn sie zudem einen negativen Corona-Test vorweisen konnten, der nicht älter als 48 Stunden ist. Nur einer der rund 800 Tests an fünf Tagen war positiv. Der Volunteer wurde am Freitagmorgen vor Betreten der Arena positiv getestet.

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