40.000 Fans empfangen im Berliner Olympiastadion die Leichtathletik-Stars aus aller Welt beim ISTAF

28. August 2026

Die Erinnerung an Birmingham ist noch frisch, die Medaillen glänzen noch – und schon stehen die Stars wieder auf der blauen Bahn des Berliner Olympiastadions. Nur zwei Wochen nach den erfolgreichen Europameisterschaften von Birmingham (UK) treffen beim ISTAF am Sonntag, 30. August 2026, die deutschen EM-Medaillengewinnerinnen und -gewinner im Berliner Olympiastadion auf die Weltelite. Mehr als 150 Weltklasse-Athletinnen und -Athleten werden beim traditionsreichen Meeting in Berlin erwartet. Für das Publikum wird das ISTAF damit zur großen Berliner Nachlese der Europameisterschaften – mit Leichtathletik-Stars aus Deutschland, Europa und der Welt. Die ARD/Das Erste überträgt das ISTAF von 15:30 bis 17:00 Uhr live. Etwa 40.000 Fans werden erwartet. Tickets sind weiterhin erhältlich unter www.tickets.istaf.de oder an der Tageskasse.

Die Star-Parade wird angeführt von den frisch gekürten deutschen Europameistern Gesa Krause, Leo Neugebauer und Julian Weber. Sie kommen mit ihren Goldmedaillen ins Olympiastadion. Krause hatte in Birmingham über 3000 Meter Hindernis in 9:12,69 Minuten ihren dritten EM-Titel gewonnen. Beim ISTAF geht es für die erfolgreichste deutsche Hindernisläuferin über fünf statt siebeneinhalb Stadionrunden. Zehnkampf-Europameister Leo Neugebauer sicherte sich in Birmingham mit 8611 Punkten den Titel und fordert die Konkurrenz in Berlin in einem besonderen Dreikampf aus 100 Meter, Diskuswurf und 1500 Meter heraus. Und Publikumsliebling und Speerwurf-Ass Julian Weber setzte mit 90,40 Metern und Meisterschaftsrekord ein Ausrufezeichen.

Berlin feiert die EM-Stars im Olympiastadion

„Was die deutschen Athletinnen und Athleten in Birmingham geleistet haben, war großartig. Jetzt wollen wir ihnen in Berlin den Empfang bereiten, den sie verdienen. Drei deutsche Europameister und insgesamt 18 Medaillengewinner sind beim ISTAF am Start – dazu die internationalen Weltklasse-Athletinnen und -Athleten. Das wird ein echtes Leichtathletik-Fest mit mehr als 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauern“, verspricht ISTAF-Meetingdirektor Martin Seeber.

Zu den Medaillengewinnerinnen und -gewinnern von Birmingham, die am Sonntag in Berlin starten, gehören Lokalmatador Emil Agyekum, der vor zwei Wochen über 400 Meter Hürden in 47,87 Sekunden Silber gewann. Die gleiche Medaillenfarbe gewannen Shanice Craft, mit 65,72 Metern im Diskuswurf und Nick Thumm bei seiner EM-Premiere im Speerwurf mit 83,76 Meter. Auch zwei deutsche Sprintstaffeln sorgten in Birmingham für Edelmetall: Über 4×100 Meter gab es für Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah in 38,64 Sekunden genauso Silber wie für die 4×100-Meter-Mixed-Staffel in der Besetzung Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper (40,11 Sekunden). Über 3000 Meter Hindernis gewannen Olivia Gürth in 9:15,33 Minuten und Karl Bebendorf jeweils Bronze. Während Olivia Gürth beim ISTAF über 2000 Meter Hindernis antritt, geht Karl Bebendorf über 1500 Meter ins Rennen. Yemisi Mabry hatte sich in Birmingham im Kugelstoßen mit 19,50 Metern ebenfalls Bronze gesichert.

Niklas Kaul fordert Europameister Leo Neugebauer heraus: drei Disziplinen, ein großes Finale

Seine ISTAF-Premiere feierte der Dreikampf bereits 2024 – nach Leo Neugebauers Olympia-Silber in Paris kehrt der außergewöhnliche Wettbewerb nun zurück. Neugebauer, Niklas Kaul, Amadeus Gräber und weitere Zehnkämpfer treten am Sonntag über 100 Meter, im Diskuswurf und über 1500 Meter gegeneinander an. Auf den abschließenden 1500 Metern geht es um alles.  Das finale Rennen wird erneut nach der Gundersen-Methode ausgetragen, bekannt aus der Nordischen Kombination: Der Führende nach den ersten beiden Disziplinen startet zuerst, die weiteren Athleten folgen entsprechend ihrem Punkterückstand. Wer die 1500 Meter als Erster beendet, gewinnt auch den ISTAF-Dreikampf. Eine Rechenaufgabe nach dem Rennen entfällt – der Sieger steht unmittelbar an der Ziellinie fest.

Die ISTAF-Idee der 4×100-Meter-Mixed-Staffel kehrt zurück und wird 2028 olympisch

Ein weiteres Highlight ist die 4×100-Meter-Mixed-Staffel. Das ISTAF hatte das Format bereits 2012 als Weltpremiere ins Programm genommen. Bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles wird die gemischte Sprintstaffel erstmals olympische Disziplin sein. Auch in Berlin treten am Sonntag wieder Frauen und Männer gemeinsam an. Das deutsche Team mit voraussichtlich Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper trifft auf starke internationale Konkurrenz und peilt eine schnelle Zeit an. Der Deutsche Rekord liegt bei 40,11 Sekunden, aufgestellt beim Silbererfolg von Birmingham.

Weltklasse-Feld mit Olympiasiegerinnen und -siegern, Weltmeisterinnen und -meistern

Neben den besten Deutschen sind wie immer auch viele der besten Athletinnen und Athleten der Welt beim ISTAF vertreten. Der Aufgalopp der Stars beginnt mit der zweimaligen Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Diskuswurf, Valarie Allman-Sion (USA). Es geht weiter mit der zweimaligen Weltmeisterin im Kugelstoßen, Chase Jackson (USA). Über 800 Meter ist Mary Moraa (Kenia), die

Weltmeisterin von 2023 dabei, über 2000 Meter Hindernis die schnelle Amerikanerin Courtney Wayment. Bei den Männern hat sich Ex-Hallenweltmeister Jeremiah Azu (UK) für den Sprint über 100 Meter angekündigt. Cameron Myers (Australien), aktuell Zweitschnellster der Welt über die 1500 Meter, will sich auf der Mittelstrecke behaupten. Das gilt auch im Stabhochsprung für den zweimaligen Weltmeister Sam Kendricks (USA) und dessen Landsmann Curtis Thompson im Speerwurf. Über 400 Meter Hürden zählt Vorjahressieger Ismail Doudai Abakar (Qatar) zu den Favoriten.

Disziplin für Disziplin geht es im abwechslungsreichen ISTAF-Programm so weiter. Auf dem Programm stehen die 100 Meter, 100 Meter Para, 100 Meter Hürden, 400 Meter Hürden, 800 Meter, 1500 Meter, 2000 Meter Hindernis, Diskuswurf, Speerwurf, Kugelstoßen, Weitsprung und Stabhochsprung.

ISTAF 2026: Sonntag, 30. August 2026, Berliner Olympiastadion.

Für die Fans gibt es dabei Leichtathletik von Mittag bis zum späten Nachmittag. Tickets sind im Online-Ticketshop und telefonisch erhältlich; die Tageskassen öffnen um 10:00 Uhr. Das Stadion öffnet um 10:45 Uhr, die ersten Wettkämpfe beginnen um 12:00 Uhr. Um 13:20 Uhr folgt das ISTAF-Opening, die letzte Entscheidung fällt um 16:50 Uhr. Das ISTAF endet um 17 Uhr.

Die ARD überträgt das ISTAF von 15:30 bis 17:00 Uhr live im Ersten. Der Stream in der ARD-Mediathek startet bereits um 14:00 Uhr. Weltweit wird das ISTAF von Australien bis Vietnam im TV zu sehen sein.

Gesa Krause, 40.000 Fans und ein Olympiastadion voller Weltklasse-Leichtathletik

Besonders emotional dürfte der Empfang der deutschen EM-Heldinnen und -Helden werden. Für Krause, Neugebauer, Weber und die zahlreichen weiteren deutschen Medaillengewinner geht es dabei nicht nur um den nächsten Wettkampf, sondern auch um den ersten großen Auftritt vor heimischem Publikum nach ihren EM-Triumphen. Das ISTAF erwartet rund 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauer und will die große Leichtathletik-Party von Birmingham in Berlin fortsetzen.

Nach Absage der EM der Para-Leichtathleten: ISTAF mit zwei Para-Disziplinen

Kurz nach der erneuten Absage der Para-EM der Leichtathleten im Mai hat das ISTAF zwei Disziplinen der Para-Leichtathletik ins Programm genommen. Neben den weltbesten Kugelstoßern F40/41 werden am Sonntag auch die schnellsten Sprinter der Startklasse T62/64 wie Felix Streng am Start sein. Bereits seit 2021 (damals war es Pandemiebedingt) hat es keine Europameisterschaften der Para-Leichtathletik mehr gegeben. Bis dahin waren sie noch alle zwei Jahre ausgetragen worden. Auch für 2026 hat der Weltverband World Para Athletics keinen Ausrichter gefunden und die Veranstaltung ersatzlos gestrichen. „Es ist einfach mega, dass uns das ISTAF die Möglichkeit für den Wettkampf gibt.

Das ISTAF ist immer top organisiert und die Kulisse mit zigtausend jubelnden Zuschauerinnen und Zuschauern im Berliner Olympiastadion ist einzigartig“, so Kugelstoß-Paralympicssieger Niko Kappel.

Das ISTAF unterstützt Berlins Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele

Der Berliner Bär mit den Farben der Olympischen Ringe, Slogans wie „Berlin gewinnt mir Olympia“, „Auf die Plätze, Hürdenlos“ und „Auf die Plätze, fertig, Gold“ – die Kampagne zur Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele wird beim ISTAF am Sonntag im Olympiastadion weithin sichtbar sein. Knapp vier Wochen vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), mit welchem Bewerberkonzept es in den internationalen Wettbewerb um die Spiele ziehen will, setzt das ISTAF damit ein Zeichen.

„Wir stehen hinter der Olympiabewerbung Berlins und glauben fest daran, dass die Vorteile für die Stadt und den Sport viel größer sind als die Risiken. Berlin gewinnt mit Olympia ist nicht nur ein Werbeslogan, er ist für uns ein gesellschaftlicher Dialog und ein Versprechen an die nächsten Generationen“, sagt Meetingdirektor Martin Seeber.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Das ISTAF mit vielen deutschen und internationalen Topathletinnen und Topathleten zeigt – Berlin kann Sportgroßveranstaltungen. Wir bewerben uns um Olympische und Paralympische Spiele, denn Olympische und Paralympische Spiele sind eine große Chance für Deutschland und für Berlin. Wir sind überzeugt: Berlin gewinnt mit Olympia – und Olympia gewinnt mit Berlin.“

ISTAF und Landessportbund bedanken sich bei Ehrenamtlichen im Sport

Das ehrenamtliche Engagement ist das Fundament des Berliner Vereinssports. Ob in der Vorstands- oder Jugendarbeit, bei der Trainertätigkeit oder als Volunteer bei Sportgroßveranstaltungen – das Ehrenamt im Sportverein ist so unverzichtbar wie vielfältig. Der kontinuierliche und intensive Einsatz der mehr als 60.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Berliner Sport ist bewundernswert. Zum Dank für den Einsatz lädt der Landessportbund Berlin Berlinerinnen und Berliner, die sich ehrenamtlich im Berliner Sport engagieren, zum ISTAF ein. Mindestens 5000 Ehrenamtliche werden am Sonntag im „Ehrenamtsblock“ des Berliner Olympiastadions erwartet.