8. ISTAF INDOOR am Freitag in Berlin: Weltklasse-Athleten jagen ISTAF-Trophy

2. Februar 2021

Die Jagd nach der ISTAF-Trophy geht in die zweite Runde: Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo und ihre stärkste Konkurrentin Maryna Bekh-Romanchuk (Ukraine), Orlando Ortega (Spanien), bester Hürdensprinter 2020, Deutschlands neuer Überflieger Torben Blech und zahlreiche weitere Top-Athletinnen und -Athleten gehen am Freitag, 5. Februar 2021, beim achten ISTAF INDOOR in der Berliner Mercedes-Benz Arena an den Start. Das gaben die Organisatoren drei Tage vor dem Leichtathletik-Event in der Sportmetropole bekannt. Beim weltweit größten Leichtathletik-Hallenmeeting dürfen diesmal keine Zuschauer vor Ort sein. Fans können die packenden Duelle aber zuhause vor den eigenen Bildschirmen miterleben. Das ZDF überträgt live (ZDF-Livestream ab 17:20 Uhr) und zeigt die Highlights am Samstag im TV (ca. 9:55 Uhr).

Meeting-Direktor Martin Seeber: „Nach der gelungenen Düsseldorf-Premiere freuen wir uns riesig, dass wir in diesen herausfordernden Zeiten auch unser ‚Heimspiel‘ in Berlin veranstalten dürfen. Die Vorfreude der Athletinnen und Athleten ist groß – und die Fans können sich auf Weltklasse-Leichtathletik und spannende Wettbewerbe freuen.“

Im Weitsprung muss Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) am Freitag gegen ihre größte Widersacherin ran. Die Weltmeisterin, die für ihren INDOOR-Sieg in Düsseldorf acht Trophy-Punkte verbuchte, wird in Berlin von der WM-Zweiten Maryna Bekh-Romanchuk herausgefordert. Die Ukrainerin hat 2020 Seltenes geschafft: Sie gewann gegen Malaika Mihambo. Am 13. September beim ISTAF im Berliner Olympiastadion sprang sie zehn Zentimeter weiter (6,87 Meter) als Deutschlands Sportlerin des Jahres. Allerdings lief Malaika Mihambo beim ISTAF mit lediglich 16 statt 20 Schritten (30 statt 40 Meter) an. Beim ISTAF INDOOR am Freitag startet sie wieder aus vollem Anlauf. „Ich freue mich riesig auf Berlin“, sagt Malaika Mihambo, der im vergangenen Jahr in der Mercedes-Benz Arena der weiteste Sprung des Jahres 2020 gelang (7,07 Meter).

Zweimal Hürden – zweimal Weltklasse

Weltklasse bekommen die Fans auch in den Hürden-Wettbewerben geboten: Bei den Männern kommt es zum Duell zwischen dem Olympia-Zweiten Orlando Ortega (Spanien), schnellster Hürdensprinter des Jahres 2020, und dem Olympia-Dritten Dimitri Bascou (Frankreich), der seit 2016 den Meetingrekord (7,41 Sek.) beim ISTAF INDOOR hält. Auch bei den Frauen startet mit Nadine Visser die Weltjahresbeste des vergangenen Jahres. Die Niederländerin trifft auf die schnelle Finnin Nooralotta Neziri, die am vergangenen Freitag das Meeting in Karlsruhe gewann (7,92 Sek.), und US-Star Christina Clemons, die die 60 Meter Hürden in diesem Jahr bereits in 7,88 Sekunden gelaufen ist.

Nadine Visser hat wie Malaika Mihambo am Sonntag in Düsseldorf triumphiert und damit gute Chancen, die ISTAF-Trophy zu gewinnen. Die Jagd auf die neue Trophäe hat am vergangenen Wochenende am Rhein begonnen und geht am Freitag in Berlin in die vielleicht schon entscheidende Runde. Das große Finale steigt dann am Sonntag, 12. September, im Berliner Olympiastadion. Die ISTAF-Trophy gewinnen die sechs besten ISTAF-Athletinnen und -Athleten des Jahres 2021 in den sechs INDOOR-Disziplinen (60 m/100m M/F; 60 m/110 m Hürden M; 60 m/100 m F; Weitsprung F; Stabhochsprung M). Für jeden Sieg gibt es acht Punkte, für den zweiten Platz fünf Punkte – und für den sechsten Platz noch einen Punkt (Platz 1 bis 6: 8,5,4,3,2,1 Punkte). Der neue Preis ist mit 30.000 Euro (6 x 5.000) dotiert.

Im spektakulären 60-m-Sprint ist Düsseldorf-Sieger Arthur Cissé heißer Anwärter auf den Gesamtsieg. Die blaue Bahn des ISTAF INDOOR liegt dem Ivorer. 2019 verbesserte er den nationalen Rekord in der Mercedes-Benz Arena auf 6,53 Sekunden. Mit dabei sind unter anderem auch die deutsche Top-Sprinter Deniz Almas (VfL Wolfsburg), Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) und Julian Reus (Erfurter LAC). Bei den Frauen steht Vorjahressiegerin Lisa Kwayie im Fokus. Bei ihrem „Heimspiel“ und Saisoneinstieg trifft die Sprinterin der Neuköllner Sportfreunde unter anderem auf die formstarken Deutschen Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen), Rebekka Haase und Lisa Mayer (beide Sprintteam Wetzlar).

Karnevals-Stimmung im Stabhochsprung

Kölner Karnevals-Klänge – die Athletinnen und Athleten der technischen Disziplinen bekommen beim ISTAF INDOOR bei ihren Sprüngen ihre Wunsch-Lieder gespielt – hören die Fans am Freitag im Stabhochsprung. Sehen werden sie dann Torben Blech. Der 25-jährige Leverkusener, der 2017 noch als Zehnkämpfer an der U23-EM teilgenommen hat, ist in absoluter Top-Form und eilt von Bestmarke zu Bestmarke. In Düsseldorf steigerte er seine erst zwei Tage alte Hallen-Bestleistung um satte 14 Zentimeter auf 5,86 Meter und ließ Weltmeister Sam Kendricks (USA) hinter sich. „Es war eine Frage der Zeit, bis ich explodiere. Ich bin sehr erleichtert, dass ich endlich zeigen konnte, was in mir steckt“, jubelte Torben Blech nach seinem Rekord-Sprung. „Ich freue mich schon jetzt wie verrückt auf Freitag. Am liebsten würde ich direkt nach Berlin reisen und weiterspringen.“

Ob es diesmal sogar zu mehr als Platz zwei reicht? Der polnische Sechs-Meter-Sprinter und WM-Dritte Piotr Lisek, der WM-Vierte Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer Leverkusen) und Menno Vloon, der in Düsseldorf den niederländischen Landesrekord auf 5,81 Meter geschraubt hat, werden das verhindern wollen.

„Die Gesundheit aller hat absolute Priorität“

Ein detailliertes Hygienekonzept macht das ISTAF INDOOR möglich. Zuschauer sind nicht zugelassen in der Mercedes-Benz Arena. Alle Beteiligten müssen sich im Vorfeld einem Corona-Schnelltest unterziehen. Die Athletinnen und Athleten dürfen nur anreisen, wenn sie einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorweisen können. Meeting-Direktor Martin Seeber: „Unser Konzept, das wir gemeinsam mit den Verwaltungen in Düsseldorf und Berlin sowie der Ruhr-Uni Bochum und der Charité in Berlin entwickelt haben, ist in Düsseldorf voll aufgegangen. Wir werden auch in Berlin alles daran setzen, allen Beteiligten eine höchstmögliche Sicherheit zu bieten. Die Gesundheit aller hat absolute Priorität.“

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